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Innovative Wirtschaft und Arbeit

  • Anreize für bestehende und neue Unternehmen, neue Gewerbegebiete wie Hämmer – gemeinsam mit der WSG
  • Rahmenbedingungen für Fördermittel schaffen, Corona langfristig bewältigen
  • Flexible und unbürokratische Unterstützung
  • Lebensqualität als Standortfaktor für Menschen und Unternehmen
  • Voraussetzungen schaffen für zukunftsfähige Unternehmen, digitale Hochgeschwindigkeitsnetze
  • Gründerkultur zusammen mit den regionalen Universitäten und Hochschulen, Business Angels
  • Enge Vernetzung von Stadt und Wirtschaft

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Unsere von mittelständischen Familien-/ Traditionsunternehmen geprägte Wirtschaft ist das Erfolgsrezept für Menden! Niedrige Arbeitslosenzahlen sind der eindrucksvolle Beleg. Wir stehen aber nun vor vier tiefgreifenden Herausforderungen:

  1. Bewältigung der Corona-Krise
    Bund und Land haben mit zahlreichen Förderprogrammen (nicht zuletzt dem Kurzarbeitergeld) geholfen, den kurzfristigen Problemen zu begegnen. Als Stadt müssen wir hier langfristige Rahmenbedingungen setzen, die es den Unternehmen unserer Stadt erlauben, sich schnell wieder zu erholen und Produktion und Dienstleistungen wieder anzukurbeln, damit die aufgebaute Arbeitslosigkeit wieder auf Vor-Corona-Zeiten sinken kann. Das muss flexibel und unbürokratisch laufen
     
  2. Ansiedlung neuer und Erweiterung bestehender Unternehmen
    Damit Unternehmen wachsen können und neue Unternehmen mit zusätzlichen Arbeitsplätzen nach Menden kommen, haben wir mit dem Gewerbegebiet Hämmer beste Voraussetzungen geschaffen. Die WSG (Wirtschaftsförderungs- und Stadtentwicklungsgesellschaft Menden GmbH) hat hier bereits einen hervorragenden Aufschlag gemacht. Im Fokus stehen Unternehmen, die tatsächlich neue und sichere Arbeitsplätze bringen und für die auch Themen wie nachhaltige Produktion wichtig sind. Der Bürgermeister hat die wichtige Rolle, bei der Ansprache dieser Firmen Menden als Wirtschaftsstandort aktiv zu vermarkten, regional, national und international.
     
  3. Digitaler Wandel
    Die Mendener Wirtschaft ist von produzierendem Gewerbe geprägt. In den kommenden Jahren werden sich Produktionsverfahren durch Künstliche Intelligenz (KI) jedoch drastisch verändern. Dies wird auch dazu führen, dass zunehmend weniger Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in der Produktion nötig sind. Wir müssen daher für digitale Dienstleister eine hervorragende Infrastruktur (Hochgeschwindigkeitsnetze) zur Ansiedlung entwickeln, um hier neue Arbeitsplätze zu schaffen. Dazu zählt auch eine ausgesprochene Gründerkultur, die in Zusammenarbeit mit Universitäten und Hochschulen der Region jungen Gründerinnen und Gründern die Möglichkeit gibt, ein Unternehmen hier zu beginnen.
     
  4. Veränderung des Einkaufsverhaltens
    Die Hauptstraße ist nach dem Umbau städtebaulich ein Kleinod geworden, aber das Einkaufsverhalten, beschleunigt durch Corona, verändert sich tiefgreifend. Das bedeutet, dass wir neben dem klassischen Handel auf weitere Geschäftsbereiche setzen müssen, um die Innenstadt mit Leben zu füllen. Dazu zählen Gastronomieangebote mit großzügigen und innovativen Außenbereichen. So muss es möglich sein, fast das ganze Jahr „draußen“ sitzen zu können. Auch Spiel- und Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche müssen einbezogen werden. Hierfür brauchen wir ein Gesamtkonzept, das auch die Überplanung des Dieler-Gebäudes einbezieht. Zusätzlich müssen wir ein kreatives Leerstandsmanagement einführen, so dass Neugründungen unterstützt und erleichtert werden.

Mit der Ausweitung der WSG (Wirtschaftsförderungs- und Stadtentwicklungsgesellschaft Menden GmbH) und der StadtMarketing Menden GmbH wurden wichtige und richtige Schritte eingeleitet. Die Wirtschaftsförderung legt zurzeit einen Schwerpunkt auf die Vermarktung des Gewerbegebietes Hämmer. Es ist richtig, dass sich dort Unternehmen ansiedeln, die Arbeitsplätze schaffen und auch Steuereinnahmen für die Stadt generieren. Aber die Wirtschaftsförderung muss weiter gehen, muss auch Unternehmensgründungen unterstützen, muss beratend zur Seite stehen, wenn Firmen vor Problemen stehen. Um es klar zu sagen: wer in Menden ein Unternehmen gründet, sei es im produzierenden Gewerbe oder im Einzelhandel, dem müssen wir den roten Teppich ausrollen.

Hier sollten neue Wege beschritten werden, die allen Gründerinnen und Gründern ein Beratungsangebot macht. Gerade kleineren Projekten fehlt oftmals die betriebswirtschaftliche Basis, ein Geschäftsmodell zu entwickeln, das nachhaltig greift und somit Arbeitsplätze schafft und sichert. Das kann die WSG nicht allein schaffen. Aber wir haben in Menden eine Vielzahl von Menschen, die in ihrem Berufsleben das notwendige Wissen erworben haben und dieses nun als Business Angels zur Verfügung stellen möchten. Dies kann von der WSG gebündelt und koordiniert werden.

Für die Ansiedlung digitaler Dienstleistungsunternehmen gelten andere Voraussetzungen als für produzierendes Gewerbe: wenig Platzbedarf, aber höchstmöglicher Datendurchfluss, ein städtisches Umfeld mit gastronomischen Angeboten und kreativer Zusammenarbeit. Bei der Weiterentwicklung der Innenstadt müssen diese Anforderungen beim Leerstandsmanagement berücksichtigt werden.